Selsbstmanagement Ausüben Ob Richtig Oder Falsch

Jetzt fällt Ihnen das Nicken wahrscheinlich schwerer. Sie sind in viel
mehr Fragen als Sie glauben kein Wissenschaftler sondern jemand mit
festgelegter Meinung über "Gut" und "Schlecht". Wir haben tausende von
Dogmen und Tabus in uns, ohne uns klar darüber zu sein. Ein
Wissenschaftler kennt das nicht. Der sagt sich nur: Probieren wir ohne
Vorurteil beides aus, und schauen nur, was bessere Ergebnisse bringt.

 

Es gibt kein "Falsch" und es gibt kein "Richtig". Es gibt nur: "Es
funktioniert besser oder schlechter" "Richtig" und "falsch", "Gut" oder
"Böse" sind ausnahmslos Erfindungen von fehlbaren Menschen. Die Natur
kennt das nicht. Die probiert immer alles aus und nur was besser
funktioniert lebt weiter. Glauben Sie irgendein Gott hat einer Biene
eine Vorschrift gegeben: Du darfst nur rote und blaue Blüten bestäuben?
Die Biene probiert ohne Vorurteil alle Farben aus und wenn Sie keinen
Erfolg hat, macht sie es einfach nicht mehr. Werden wir doch einfach
Wissenschaftler. Sagen wir in Zukunft nur, wir probieren es aus und
sagen dann: "funktioniert besser" oder "funktioniert schlechter". Damit
haben wir die Moral und das Dogma aus dem Spiel und die Welt hat endlich
eine Chance sich im tiefen Kern zu verbessern!

Soweit die Überlegungen von Matthias Pöhm. Ein einfacher Weg und doch für uns Menschen schier unbegehbar. Es ist, als hätte die Menschheit einen natürlichen Widerstand eingebaut bekommen gegen die Vervollkommnung. Irgendwie wollen wir gar nicht aufhören, unsere Umwelt zu schädigen, die Meere zu beschmutzen, die Tiere zu quälen, unsere Brüder und Schwestern zu vergewaltigen und umzubringen.
Es gefällt uns, den Ärmsten noch das Letzte wegzunehmen. Wir lieben es, dem Menschen sein Sterben in Anstand vorzuenthalten und sie stattdessen in Komakliniken auf künstliche Weise am Leben zu erhalten, damit man so noch Geld aus der Sache schlagen kann. Kurz, wir zeigen eine Degeneriertheit, die ahnen lässt, wie weit wir uns von der Natur entfernt haben.

Wir lieben es, in unserem Fanatismus Andersdenkende kurze Hand umzubringen, nur weil sie einer anderen Religion, einer anderen Partei, einer anderen Nationalität oder nur von einem anderen Fußballklub sind. Und wenn leider gar nichts davon im Moment zutrifft, na dann machen wir eben nur so Randale und stecken die Stadt an.

Ich schreibe ganz bewusst wir, denn ich bin Teil dieser Spezies Mensch, leide mit an
unserem Fehlverhalten, sehe machtlos zu, hinterfrage und fühle mich mitverantwortlich für all den Schrecken, den wir verbreiten, wenn wir dem Nachbarn den Krieg ins Haus tragen, dem Freund die Frau wegnehmen, auf Spielplätzen herumlungern, um Kleinkindern habhaft werden zu können, die wir dann in abgelegenen Büschen unserem perversen Willen unterwerfen und anschließen umbringen – nicht aus Scham, nein, bloß weil eben das Maß der Grausamkeiten noch nicht voll war. Dann gehen wir nach Hause, schalten den Verblödungskasten an, ziehen uns ne Flasche Bier rein und schauen, was die anderen denn so angestellt haben, stellen fest, dass es da einer in Irrland viel Schlimmer getrieben hat und sind völlig beruhigt.