Sind Sie Gut Im Selbstmanagement?

Lieber Leser,
was ist ein markanter Unterschied zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Führungskräften? Was unterscheidet eine Führungskraft von einer Führungspersönlichkeit?
Erfolgreich ist eine Führungskraft dann, wenn Sie in der Lage ist, selbstkritisch zu reflektieren und aus Fehlern schnell zu lernen. Ein Erfolgfaktor ist also die permanente Lernbereitschaft und Selbstkontrolle.
Und eine Führungspersönlichkeit unterscheidet sich von einer Führungskraft dadurch, dass sie einen eigenen Kompass besitzt, über eine ethisch fundierte Wertorientierung verfügt und nicht in der Anpassung an das Unternehmen oder in der bloßen Ausführung von Vorgaben aufgeht.
Wenn Sie sich abends vor den Spiegel stellen,
sich in die Augen schauen können...
... und wenn Sie sich mit Ihren Gesprächen, mit Ihren Maßnahmen, mit Ihren Gedanken und Ihren Entscheidungen als Chef richtig gut fühlen, dann haben Sie bei Ihrem "Selbst-Test" recht gut abgeschnitten.
Als geschäftsführender Direktor der Fairness-Stiftung und als Coach für Führungskräfte weiß ich aus über 20-jähriger Tätigkeit jedoch, dass es meist anders aussieht und vielen Chefs oftmals ganz andere Gedanken durch den Kopf schießen:
Haben Sie manchmal das Gefühl, sich zu verbiegen?
Dass Sie als Chef jemanden vorspielen, der Sie eigentlich gar nicht sind? Zum Beispiel, wenn Sie einem Mitarbeiter durch Ihr Verhalten oder Ihre Worte ein schlechtes Gewissen machen, ihn in Bedrängnis bringen oder ihn sogar persönlich verletzen … Oder wenn Sie bei Ihren Entscheidungen plötzlich persönliche, ethische Werte in den Hintergrund stellen ... Vielleicht sogar aus der Haut fahren, wenn Sie als Chef ruhig bleiben sollten...
Wenn Sie sich über solche Dinge Gedanken machen, dann legen Sie Wert auf Werte. Und wenn Ihnen Werte wichtig sind und sich an diesen orientieren und messen lassen, dann sind Sie eine authentische Führungskraft.
Doch der Führungsalltag zeigt:
Authentisch zu sein und zu bleiben, ist nicht einfach
Immer wieder gerät man als Chef in Situationen, in denen man dann doch anders handelt, als man eigentlich denkt und fühlt – und in denen man so mit sich selbst in Konflikt kommt.
Doch wer hilft Ihnen, wenn Sie mit sich selbst wichtige Dinge bereden möchten? Wer hilft Ihnen, Ihre persönlichen Werte festzusetzen? Wer darf Sie kritisieren? Wer gibt Ihnen Ihren persönlichen Kompass – Ihre Leitlinie für Ihren Führungsalltag, für Ihr Privatleben, für Ihr Leben?
Sie selbst können das am besten. Ideal ist es, sich hin- und wieder ein paar Minuten Zeit zu nehmen, sich selbst und sein Handeln zu reflektieren und dann kleine und große Verbesserungen vorzunehmen.
Von Konfuzius gibt es dazu eine herrliche Weisheit:
"Wer das Ziel kennt, kann entscheiden.
Wer entscheidet findet Ruhe.
Wer Ruhe findet, ist sicher.
Wer sicher ist, kann überlegen.
Wer überlegt, kann verbessern."


Mit sich selbst im Reinen – mit anderen erfolgreich
Authentisch führen heißt: Hinter dem stehen, was man sagt und tut. Seine persönliche Art, zu denken, zu fühlen und zu handeln, in die eigene Führungspraxis gekonnt einbringen – verbunden mit professionellem Führungswissen. Eigene Widersprüche aufrichtig und fair kommunizieren, ohne zu irritieren oder sich selbst ins Straucheln zu bringen. Das ist authentische Führungskompetenz!
Und mit diesem selbstbestimmten Handeln werden Sie zu einer Führungspersönlichkeit, die mit sich im Einklang ist – und dadurch auch kooperatives Mitarbeiterverhalten bewirkt.
Denn Führen heißt für Sie nicht Führen um jeden Preis
Autorität, Macht und Stärke sind für Sie keine Druckmittel gegen Ihre Mitarbeiter, sondern Faktoren, mit denen Sie Ihren Mitarbeitern zum Erfolg verhelfen.